Donnerstag, August 20, 2009

Wem viel vergeben wird, der liebt auch viel!

Was ist Vergebung? Braucht es Vergebung? Wie gehst du mit der Vergebung um, die Jesus dir ermöglicht? Wir Christen sind uns darin einig, dass Vergebung das alles Entscheidende im Leben ist. Jesus ist es, der uns Vergebung bringt und durch dessen Gnade wir eine persönliche Beziehung zu Gott haben können.

Jesus ist Gast bei einem der hohen Menschen im Volk. Er isst bei einem Pharisäer, einem Theologen, einem Mitglied der damaligen geistlichen Elite. Jesus weicht der Begegnung mit der Bildungselite nicht aus, sondern er ist bereit auch ihnen offen zu begegnen. Jesus ist wirklich für alle gekommen, die einen Arzt brauchen. Die Chancen sind zuerst einmal für alle gleich… Die Frau erfuhr von Jesus und sie macht sich auf den Weg zu ihm. Sie glaubt an seine Macht und deshalb will sie ihm unbedingt begegnen. Für diese Begegnung bringt sie kostbares Salböl mit, um Jesus die Füsse zu salben. Verzweifelt und voller Reue fällt die Frau vor Jesus auf die Füsse. Sie wäscht seine Füsse mit ihren Tränen und trocknet sie mit ihren Haaren ab. Voller Zuneigung küsst sie die Füsse von Jesus und schenkt ihm die Ehre, die Jesus verdient. Stellt euch die Szene vor: Jesus liegt am Tisch zusammen mit einigen Pharisäern und Dienern und inmitten dieser „noblen“ Gesellschaft kommt ein Frau zu Jesus und beginnt zu weinen, trocknet seine Füsse mit den Haaren ab und salbt seine Füsse. Das passt überhaupt nicht zusammen, oder!?

Für Simon ist der Fall klar: Jesus ist niemals ein echter Prophet, denn sonst hätte er etwas dagegen unternommen, dass eine Sünderin ihm die Füsse wäscht! Für Simon ist deshalb auch klar, dass Jesus nicht von Gott gesandt sein kann. Denn Gott würde sich doch wohl kaum mit Sündern abgeben. Aber genau hier liegt der entscheidende Fehler! Während Simon noch darüber nachdenkt, dass Jesus kein Prophet sein kann, da er sich von einer Sünderin/Prostituierten anfassen lässt, wird er von Jesus aus seinen Gedanken gerissen. Er hört aufmerksam zu, weil sich das eben gehört, weil er ein höflicher Mann ist. Aber eigentlich hat er sich schon ein Urteil über Jesus gemacht. Jesus erzählt die Geschichte von zwei Männern, die beide Schulden hatten und denen sie beide erlassen wurden. Allerdings waren die Schulden des einen Menschen um ein vielfaches höher. Wer von den beiden liebte ihn danach wohl mehr? (Lk 7,42; NL). Simon gibt die richtige Antwort, er hat also verstanden, worum es geht. Gerade weil sich die Frau all ihrer Sünden bewusst war, war ihre Liebe zu Jesus so gross, denn er ist es, der ihr helfen kann, der ihr die Last von den Schultern nehmen kann.

Liebe kommt aus dem Bewusstsein heraus, dass man angenommen ist und alle Hindernisse aus dem Weg geräumt sind. Jesus ist es, der alle Schuld, alle Sünde auf sich nimmt und damit eine persönliche Beziehung zwischen den Menschen und Gott selbst möglich macht. Simon versteht den Sinn der Geschichte und erkennt, dass derjenige, dem mehr vergeben wurde, auch mehr Liebe für seinen Herrn empfindet, der ihn von seiner Schuld befreit hat. Aber hat er wirklich verstanden, was Vergebung bedeutet und welche Folgen sie für das Leben der Menschen hat? Vor dem Pharisäer hebt Jesus die Tat der Sünderin hervor und beschämt damit seinen Gastgeber vor allen anderen Gästen. Die Frau ist es, die richtig gehandelt hat und ihre ganze Zuneigung, ihre ganze Hoffnung auf eine Karte, auf Jesus gesetzt hat.

Du hast es versäumt, mir Gastfreundschaft zu erweisen und mir den Kopf mit Olivenöl zu salben (Lk 7,46; NL). Jesus ist knallhart zu seinem Gastgeber, der das Recht auf seiner Seite sah. Nicht die Frau, sondern vielmehr er selbst hat falsch gehandelt. Sie hat alles gegeben, was sie hatte, um Jesus Gastfreundschaft zu bringen, während der Pharisäer dies verpasst hat. Hier ist der entscheidende Punkt verborgen: Die Frau konnte soviel Liebe nur aufbringen, weil ihre Schuld, ihre Sünden ihr vergeben wurden. Weil ihr ihre grosse Schuld vergeben wurde, konnte sie auch viel Liebe zeigen: Ein Mensch jedoch, dem nur wenig vergeben wurde, zeigt nur wenig Liebe (Lk 7,47; NL).

Deine Sünden sind dir vergeben (Lk 7,49; NL). Weil die Frau grosse Hoffnung und einen starken Glauben hat, spricht Jesus ihr die Vergebung zu, nach der sie sich so sehr gesehnt hat. Ihre Haltung, die lebendige Reue und vor allem die Liebe, mit der sie Jesus begegnet ist, zeugt von der Zuversicht auf die Erlösung in Jesus Christus. Ganz einfach, ganz unkompliziert: Der Glaube, das Vertrauen der Frau in Jesus und die Liebe, mit der sie ihm begegnet ist, sind Zeichen für jemanden, der Vergebung erlebt hat. Deshalb vergibt Jesus ihr die Sünden. Natürlich weckt Jesus die Menschen am Tisch damit auf. Wer sich bisher darüber aufgeregt hat, dass er seinen Gastgeber beschuldigt, mangelnde Gastfreundschaft gezeigt zu haben, wird jetzt unruhig, denn Jesus geht zu weit. Wie kann er es wagen, Sünden zu vergeben, wo das doch allein Gott zusteht?

Aber Jesus geht nicht darauf ein, sondern wendet sich an die Frau: Dein Glaube hat dich gerettet; geh in Frieden (Lk 7,50; NL). Nicht den Pharisäern, die sich über Jesus ärgern, sondern der Frau gilt die Aufmerksamkeit Jesu. Die Pharisäer haben nicht erkannt, wer er wirklich ist. Obwohl sie gebildet sind und sich in der Bibel auskennen, wissen sie weniger, als die arme Sünderin, die Jesus als Erlöser erkannt hat.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

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